Endometriose

 Spezialsprechstund​e Endometriose

Definition und Epidemiologie:

• Endometriumartiges Gewebe ausserhalb des Cavum uteri
• 6-10% der Frauen im reproduktiven Alter
• 50–60% der Frauen mit Unterbauchschmerzen
• 33-76% der Frauen mit Dysmenorrhoe
• 20-50% der Sterilitätspatientinnen
• Familiäre Häufung (7-faches Risiko bei Verwandten 1. Grades).
• Schweiz: 190‘000 – 280‘000 Frauen
• Durch Endometriose verursachte Kosten in der Schweiz:1,3 Mia. Euro, 1,56 Mia. Fr.

Lokalisation der Endometriose:

• Douglas 50%
• Lig. sacrouterinum 50%
• Blasendach 25%
• Ovar 40%
• Uterus 10%
• Tuben/Mesosalpinx 5%
• Ligamentum rotundum 5%
• Sigma 15%
• Rektum 10%

Symptome:                                                                            

• Asymptomatisch 30%                                           
• Dysmenorrhoe 63%
• Dyspareunie 27%
• Sterilität 50%
• Defäkationbeschwerden 5%
• Anale Blutungen 0,5%
• Dysurie (Hämaturie)  1–2%
• Katamenialer Pneumothorax 0,003–0,1%

Diagnostik:

• Inspektion (zweiblättrige Specula), Endometriose in den Fornices?
• Palpation, immer auch rektovaginal
• TVUS (Endometriome? Tiefer Rectumbefall?)
• Nierensonographie
• Wenn sonographisch kissing ovaries, besteht immer der hochgradige Vd.a. eine TIE. 
  In solchen Fällen ev. ein MRI diskutieren, welche eine hohe Sensitivität für TIE besitzt
• Bei analen Blutungen Kolonoskopie. Ein Mucosabefall ist allerdings selten. Ausschluss anderer
  Darmpathologien
• Die Bestimmung von CA 125 ist weder zur Diagnostik noch zur Verlaufskontrolle hilfreich

Publikationen zum Thema Endometriose aus der Klinik für Gynäkologie
Publikationen >>

Zertifizierung als Endometriosezentrum
Die Klinik für Gynäkologie des UniversitätsSpital Zürich wurde durch die Europäische Endometriose Liga und Stiftung Endometriose Forschung als klinisches und wissenschaftliches Endometriosezentrum erfolgreich zertifiziert.


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